Volleyball-Damen verlieren – Viel Luft nach oben

Motiviert und mit dem Sieg gegen den HTV im Rücken fuhr der TSV Weingarten nach Freiburg. Man hatte sich vorgenommen, an die Leistung vom letzten Wochenende anzuknüpfen. Doch es sollte anders kommen, als erhofft.

Im ersten Satz konnte man sich gleich mit einem 5:1 Abstand ein kleines Polster verschaffen, doch genauso schnell war dieses auch wieder verbraucht.
Die Aufschläge der Freiburger setzten die Weingartner so unter Druck, dass kaum eine Annahme nach vorne kam. Der TSV fand nicht richtig ins Spiel und Freiburg konnte immer mehr davon ziehen. Der Kampfgeist der Weingartner Damen blitzte immer mal wieder durch und man konnte bis auf 22 Zähler herankommen, aber die Konzentration konnte nicht gehalten werden. Am Ende ging der Satz mit 22:25 an Freiburg.
 
Der zweite Satz sollte besser werden – Weingarten wollte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Fest entschlossen, dies nun aufs Feld zu bringen, starteten die TSV Damen wieder mit einem Vorsprung von 5:0. Diesen konnte man dieses Mal bis Mitte des Satzes halten, aber aus unerfindlichen Gründen fehlte es an Selbstbewusstsein – und das Zusammenspiel mit Annahme, Zuspiel und Angriff war geprägt von vielen unnötigen Eigenfehlern. Die Freiburger Damen standen ein ums andere Mal gut in der Abwehr und auch der Block konnte sich immer besser auf die Weingartner Angriffe einstellen. Zu unflexible Angriffe, ein teilweise fehlender Block und eine weiterhin sehr unsichere Annahme machten es den Weingartner Damen schwer. Nichts lief zusammen, und somit ging auch dieser Satz an die Freiburgerinnen (19:25).

Der dritte Satz versprach eine kleine Besserung. Bis zur Mitte des Satzes konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Ganz langsam fand Weingarten wieder ins Spiel, es wurde wieder um die Bälle gekämpft und auch der Angriff konnte wieder punkten. Die Weingartnerinnen waren dieses Mal konsequent und holten sich verdient diesen Satz mit 25:21.

Der vierte Satz verlief ähnlich wie die beiden ersten. Eine unerklärliche Unsicherheit herrschte im Weingartner Team, die es nahezu unmöglich machte, einen erfolgreichen Spielzug aufzubauen. Die Freiburgerinnen sahen ihre große Chance, dieses Spiel vor heimischen Publikum für sich zu entscheiden. Punktemäßig blieb das Spiel bis zum Stand von 18:19 spannend, spielerisch war es da schon deutlicher. Auf Weingartner Seite kam wieder nichts zusammen, sodass auch der vierte Satz (22:25) und damit das Spiel verdient an die Damen des USC Freiburg ging.

Wir möchten uns herzlich bei unserem kleinen, aber feinen Fangrüppchen bedanken, das uns unentwegt angefeuert hat, – und dem wir leider als Gegenleistung nur eine mittelmäßige, relativ glanzlose spielerische Leistung bieten konnten. Wir haben uns sehr über euer Kommen gefreut!

Fazit des 7.Spieltags der Saison: Es reicht nicht, hin und wieder mal ein tolles Spiel – wie beispielsweise gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer – abzuliefern. Fehlt der Mut für ein risikoreiches Spiel und die nötige Frechheit, kann jedes Spiel verdient mit einer Niederlage enden.
Aber wir lernen daraus! In der nächsten Begegnung möchte Weingarten beweisen, dass dieses verlorene Spiel und die mannschaftlich schlechte Leistung nur ein Ausrutscher war. Motiviert geht es am Samstag, den 23. November, zum Aufsteiger Kappelrodeck.

 

Für den TSV haben gespielt:
Zuspiel: Julia Gramke
Diagonal: Amelie Herzog, Kim Templin
Außen: Saskia Seiwert, Nadine Sagorski, Andrea Gärtner
Mitte: Nina Stolzenthaler, Sandra Przybulewski, Kim Templin, Vicky Papadileris
Libero: Lisa Weiß
Trainerin: Ana Suzana Skrenkovic

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