Volleyball Oberliga Damen – Kein Freudentaumel in Heidelberg

Im Spitzenduell der Oberliga gelang es den Damen des TSV nicht, die im Hinspiel gezeigte Leistung gegen den Heidelberger TV abzurufen. So mussten sie mit 0 Punkten, 0 Sätzen und einem Tinnitus im Ohr wieder abfahren.

Die Heidelbergerinnen setzten ihr spielerisches Potential von Beginn an gekonnt ein, während der TSV noch ein bisschen verschlafen durch die Halle schielte. Bis Mitte des Satzes hatte der HTV die Nase stets ein paar Punkte vorn. Das war zum Teil auch auf die eher ungewohnt schlechte Aufschlagquote auf Weingartner Seite zurückzuführen, denn ansonsten zeigten beide Teams Volleyball auf hohem Niveau. Kurz vor knapp schien sich Weingarten endlich an den Ball gewöhnt zu haben und schloss zum 24:24 auf. Der Satz ging unglücklich mit 24:26 an den HTV. Immerhin war man nun im Spiel – sollte man meinen.

Der zweite Satz hingegen entwickelte sich zu einem Tohuwabohu auf Weingartner Seite. Eine mittelmäßige Annahme wurde untermauert von allgemeinen Unstimmigkeiten. Trotz einer stabilen Abwehr um Libera Lisa Weiß fehlte es in den wichtigen Momenten vor allem an Flexibilität und Power im Angriff. Die Heidelbergerinnen konnten munter fehlerfrei ihr Spiel und so manchen Einbeiner-Kopf durchziehen. Die etwas unverständliche Linie des Schiedsrichters hinsichtlich der Vorgänge am Netz und unterhalb entspannte die Lage auch nicht unbedingt. Mit einem Endstand von 15:25 war das ein Satz zum Abhaken.

Tatsächlich schien dies zu Beginn des 3. Satzes zu gelingen. Der TSV blieb optimistisch und erarbeitete sich einen Vorsprung von mehreren Punkten. Außenangreiferin Saskia Seiwert machte Nägel mit Köpfen. Auch die Mitte kam wieder zum Einsatz. Trotzdem wurde die Führung leichtfertig wieder abgegeben und gegen Ende waren die Heidelbergerinnen nicht mehr auszubremsen. Damit endete dieser letzte Satz mit 20:25.
 
So deutlich hatten sich die Weingartnerinnen die Partie nicht ausgemalt – die Enttäuschung war spürbar und die Köpfe dröhnten angesichts der unangenehmen Geräuschkulisse in der Pestalozzihalle. „Es ist zwar keine Schande, gegen eine Mannschaft zu verlieren, die so gut harmoniert, aber da wäre mehr drin gewesen“, so der Grundtenor. „Wir haben diese Saison schon einmal gezeigt, dass der HTV nicht unbesiegbar ist. Heute haben wir uns zu viele Fehler geleistet. Auf diese Art und Weise kann es nicht gelingen, sich gegen eine dynamische, druckvoll agierende Mannschaft wie Heidelberg durchzusetzen.“

Aber es geht natürlich weiter! Nach diesem Spieltag bleiben die Damen auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit dem Tabellendritten USC Freiburg empfangen die Weingartnerinnen in ihrem nächsten Heimspiel am 08. März keinen leichten Gegner. Die Damen wollen ihre Niederlage im Hinspiel (1:3) wiedergutmachen und dieses Mal mit Hilfe der starken Unterstützung des heimischen Publikums punkten. Anpfiff ist am Samstag, den 08. März, um 20h in der Mineralix-Arena.

Das Team des TSV Weingarten freut sich auf jede Menge Zuschauer und Eure Unterstützung!

Für den TSV haben gespielt:
Zuspiel: Julia Gramke
Diagonal: Amelie Herzog
Außen: Andrea Gärtner, Nadine Sagorski, Saskia Seiwert, Tanita Witt
Mitte: Sandra Przybulewski, Nina Stolzenthaler, Kim Templin
Libero: Lisa Weiß

Coach: Ana Suzana Skrenkovic
Co-Coach: Matthias Tacke

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