Übergabe Vereinsheim – Seniorenkaffee

Weingarten (ml). Für den Turn- und Sportverein hat der Aufbruch in ein neues Zeitalter begonnen: Auf dem Areal zwischen Walzbachhalle und Bauhof, im Scheitelpunkt der geplanten künftigen Süd-Umfahrung wird eine zukunftsweisende Sportanlage mit einem zweigeschossigen Hallengebäude entstehen. Auf den alten Sportplätzen in der Waldbrücke ist bereits der Bagger zu Gange. Denn auf diesem Gelände sollen Wohngebäude entstehen, die zunächst als Flüchtlingsunterkünfte und später als Sozialwohnungen dienen werden. Das ehemalige Vereinsheim mit dem Anfang der 80er Jahre errichteten Pavillon bleibt jedoch bestehen und soll im Rahmen dieser Aufgabe zur Begegnungsstätte und zum Schulungsraum für Sprachunterricht umfunktioniert werden. Dafür hat die Gemeinde den bestehenden Erbpachtvertrag abgelöst und dem TSV eine Anschubfinanzierung für das neue Projekt in Höhe von 300.000 Euro geleistet. Am Karfreitag hatte die Vereinsspitze alle Mitglieder über 70 Jahre eingeladen, um „Abschied zu nehmen“. Denn Etliche hatten bereits bei diesem Bau viel Eigenarbeit geleistet, die  ein letztes Mal gewürdigt werden sollte. „Wir haben uns die Entscheidung, das Gelände aufzugeben, nicht leicht gemacht“, sagte der Vorsitzende Frank Lautenschläger, „aber die Zeit war reif“. Aktuell seien beim Verein insgesamt rund 1350 Mitglieder geführt, berichtet er gegenüber den BNN. Den Schwerpunkt bildet die Turnabteilung mit 900 Mitgliedern, darunter 460 Kinder in allen Alters- und Leistungsklassen, gefolgt von den Abteilungen Volleyball mit 210, Handball mit 160 und Wintersport und Wandern mit 80 Mitgliedern. Vor allem im Bereich des Kinderturnens gebe es lange Warteschlangen auf Plätze in Übungsgruppen. Darum sei das neue Sportzentrum stark auf Turnen ausgerichtet. Im Erdgeschoss soll eine Gastronomie mit Außenbewirtschaftung angegliedert werden, im oberen Stockwerk werden Sporträume in derselben Größe entstehen, nur mit Parkettboden für Tanzgruppen und andere Veranstaltungen. Diese Räume werden dann auch zu mieten sein. Knapp drei Millionen koste das Projekt, zusammengesetzt aus Zuschüssen vom Badischen Sportbund, der Ausgleichszahlung der Gemeinde, Eigenmitteln und Krediten. „Es ist ein großer Wurf für den TSV, aber es ist die Weichenstellung für die nächsten 40 Jahre unseres Vereins und für die Sportkapazitäten der Gemeinde Weingarten“, sagt der Vorsitzende zuversichtlich.  

Text und Bild: Marianne Lother

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