Volleyball Oberliga Damen – Sonntagskrimi vom Feinsten

Nach einem missglückten Saisonauftakt in Minimalbesetzung in Mosbach konnte der TSV Weingarten in der Mineralix-Arena mit mehr Spielerinnen auftreten. Die Gegner und Aufsteiger VSG Ettlingen/Rüppurr hatten sich bereits bei Begegnungen in der Vorbereitungsphase motiviert und zahlreich besetzt gezeigt. (Neben den Volleyballsocken der Spielerinnen harmonierte hier auch die Körpergröße bestens).

In ähnlicher Aufstellung wie in der Woche zuvor starteten die Weingartnerinnen ins Spiel. Knapp aber erfolgreich endete der erste Satz mit 25:22. Eine gewisse Unsicherheit im Spielaufbau war noch spürbar. Im zweiten Satz herrschte eine Flaute im Aufschlag. Das verkürzte leider die Zeit bis zum Satzende (20:25).

Coach Ana Skrenkovic scheuchte alle zurück aufs Feld; der Schiedsrichter hatte den Aufstellungszettel nicht wirklich nötig. Im dritten Satz verschaffte der Mittelblock der Abwehr Zeit zum Durchatmen. Auch im Angriff zeigten sich mehr Facetten. Das Ergebnis mit 27:25 war ein Lichtblick für den TSV.

Im vierten Satz bestimmte leider wieder das Motto „warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“ den Trend. Zu Beginn wackelte die Annahme, Zuspiel und Angriff erfolgten zu zögerlich. Bei einem Spielstand von 12:19 wurde ein Wechsel im Zuspiel genutzt. Julia Gramke hatte drei Angreifer am Netz zur Verfügung. 13:21 – jetzt hieß es Alles oder Nichts. Durch druckvolle Aufschläge von Nadine Sagorski fand die Mannschaft zurück ins Spiel und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Die Angriffe nahmen an Stärke zu, es war wieder Struktur erkennbar und der Gegner wurde zu Fehlern gezwungen. Die Zuschauer auf den Tribünen der Mineralix-Arena fieberten mit. Irgendwie schafften die Weingartnerinnen es, sich mit 24:23 zum ersten Matchball durchzuringen. Ettlingen/Rüppurr wehrte sich stark, doch der TSV behielt die Nerven und zog die Aufholjagd durch bis zum erlösenden 27:25.
 
Die drei Punkte, die der TSV in diesem Spiel holte, waren als Wiedergutmachung der Pleite in Mosbach eigentlich Pflichtprogramm. Umso wichtiger war es, dass die Gastgeberinnen den vierten Satz herumreißen konnten. Es gilt nun, die Trainings der kommenden zwei Wochen sinnvoll zu nutzen, um dem USC Konstanz am 01. November in der Mineralix-Arena die Stirn zu bieten. Anpfiff ist um 20 Uhr.

Für den TSV haben gespielt:
Zuspiel: Julia Gramke, Amelie Herzog
Diagonal: Marina Dorokhina
Außen: Nadine Sagorski, Saskia Seiwert, Tanita Witt
Mitte: Sandra Przybulewski, Nina Stolzenthaler
Libero: Lisa Weiß

Coach: Ana Suzana Skrenkovic
Co-Coach: M.Tacke
Wedler: Dominic Wagner

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