Richtfest beim TSV

Richtfest an der Kanalstraße: „Die Entscheidung, den alten Standort in der Waldbrücke aufzugeben, ist unseren Mitgliedern, die damals Zigtausende von Arbeitsstunden in den Bau des Pavillons gesteckt haben, schon schwer gefallen“, sagte der Vorsitzende des Turn- und Sportvereins, Frank Lautenschläger, unter dessen Amtszeit der Verein ein neues Vereinszentrum am Ortsrand baut. Aber die Aufgabe des alten Gebäudes sei nicht als Abriss zu verstehen, sondern als Grundstein für den Aufbau. „Die Erinnerungstafeln von dort unten bringen wir hierher“, rief er. Dann berichtete Lautenschläger einem großen Publikum vom raschen Baufortschritt seit dem Spatenstich im September 2018 bis heute einerseits und von Verzögerungen aufgrund der schwierigen Marktlage in der Baubranche andererseits. Nun solle das Bauwerk mit Leben gefüllt werden und ein breites Kursangebot neben den bisherigen Vereinsaktivitäten werde das erfüllen. Das Gebäude solle für die nächsten Jahrzehnte ein Zentrum werden, das Sport und Geselligkeit verbindet. Ende September soll der Sportbetrieb beginnen. Lautenschläger dankte auch der Gemeinde Weingarten sehr herzlich, die „voll und ganz hinter dem Verein steht und das auch zum Ausdruck bringt“. Mit diesem Bau setze der Verein einen Meilenstein, sagte Bürgermeister Eric Bänziger, die Gemeinde bringe sich gerne ein. Die neuen Außenanlagen für Leichtathletik seien auch für den Schulsport ganz wichtig und darum beteilige sich die Gemeinde zum Großteil an diesen Kosten. Der 140 Jahre alte Verein bringe Tradition und Moderne zusammen. Räume, die eine multifunktionale Nutzung erlauben, moderne Sanitärräume sowie die Gastronomie zeichnen das hier entstehende Vereinszentrum aus. Die langen Wartelisten der Kinder können aufgelöst werden. Vereinssprecher Karlernst Hamsen freute sich im Gespräch mit den BNN auch für die anderen Vereine, die als potenzielle Mieter diese Räume nutzen können, und begrüßte es vor allem, dass Leichtathletik wieder nach Jahren wieder zum Leben erweckt werde.

Der stellvertretende Vorsitzende Jörg Kreuzinger wies auf die Möglichkeit einer Beteiligung am neuen Energiekonzept des Hauses hin. Das Gebäude verfügt über ein Wärmerückgewinnungssystem. Auf dem Flachdach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Naturstrom für den gesamten Eigenbedarf des Gebäudes liefert, Überschüsse werden ins Netz eingespeist. Unter der Bezeichnung „Solar-Natur-Pate“ könne jedermann ein Solar-Modul der Photovoltaikanlage unter seinem Namen als Spende für den Verein erwerben.

 

Bilder und Text: Marianne Lother

 

 

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